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     Thor und Loki unterwegs in Utgard

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    BeitragThema: Thor und Loki unterwegs in Utgard   Fr 28 Jan 2011 - 12:39

    Episode 1:
    Loki und das Wettessen

    Es war einst ein wunderschöner Tag in der noch recht jungen Welt. Die Menschheit hatte erste Schritte gemacht und begann sich in Sippschaften als Wikinger durchs Leben zu schlagen. Ihre Opfer waren meist Engländer, Franken und Germanen, welche den selben Glauben hatten. An eben jenem Tag war es ruhig in Asgard. Die Regenbogenbrücke Bifröst war als einzige Verbindung zur Menschwelt gleichzeitig wunderschön und furchteinflößend. Odin überwachte von der großen Versammlungshalle der Asen alles, was in Valhalla vor sich ging, wie die Tapferen trainierten, um gegen das Ende gewappnet zu sein. Bis dahin war noch viel Zeit.

    An diesem Tag ging Thor gemütlich über die weiten Wiesen Asgards und besah die Schönheit der Täler. Ein Glätscher säumte ein großes Tal, indem einige andere Asen gerade wieder rauften. Thor in seiner Funktion als angeblicher Schlichter ließ sich dort allerdings nicht blicken. Er raufte selbst zu gern. Zu dem selben Zeitpunkt war auch Loki dabei, neue, fiese Pläne zu schmieden. Er hatte vorgehabt in das Land der Riesen nach Utgard zu gehen und was hätte wohl näher gelegen, als Thor dort mit hin zu nehmen.
    "Thor, alter Freund. Wie ich sehe entwickelt sich Asgard dank deiner Obhut prächtig."
    "Loki? Was machst du hier? Hat Odin dir etwa gestattet, deinen Vulkan zu verlassen?"
    "Er war so frei, mich gehen zu lassen, wenn ich ihm einen Gefallen erweisen würde."
    Thor wirkte neugierig, warum Odin Loki wieder die Freiheit gegönnt hatte. Und genau das war, woruf Loki angespielt hatte.
    "Warum hat mein Vater dich denn einfach so gehen lassen? Wir wissen doch beide, dass dein Schabernack uns oft Kopf und Kragen kosten. Du hast viel Spaß dabei, uns das Leben schwer zu machen."
    "Ich weiß, was du meinst, doch heute habe ich die Chance bekommen, zu beweisen, auf wessen Seite ich stehe. Ich soll einen geheimen und sehr wichtigen Auftrag im Land der Riesen erledigen."
    Thors Augen blitzen auf, bei dem Wort 'Riesen'. Ein geheimer Auftrag, bei dem sogar Riesen bekämpft werden durften, war für Thor das Schönste, was es geben konnte.
    "Darf ich dir bei deinem Auftrag helfen und dich begleiten?"
    "Hach...ich weiß nicht. Der Auftrag war sooo wichtig und wurde extra mir aufgetragen. Ich weiß nicht, ob du dafür geeignet bist."
    Thor flehte Loki förmlich an, ihn mit zu nehmen und kaum war das Geschehen, waren beide auch schon in den weiten Steppen Utgards unterwegs. Sie sollten einen ganz bestimmten Riesen ausfindig machen.

    In Utgard:
    "...und dann müssen wir diesen Riesen ausfindig machen, der Logi heisst; das Wildfeuer."
    Thor hörte gespannt zu und nickte nur, als sie immer weitergingen und irgendwann an einem großen Haus ankamen. Die Eingangstür war gewaltig, doch für Thor war sie ideal. Loki in seiner Hinterhältigkeit ließ Thor natürlich den Vortritt, den selbiger nutzte, um gleich die Situation zu überblicken. Die Tür schwang auf und ein gewaltiger Ballsaal erstreckte sich vor ihnen. Viele Riesen standen dort und saßen, sie aßen und feierten, tranken und wetteten und ein Riese schien heraus zu stechen. es war Logi, welcher rotgezeichnet zeigte, dass er das Wildfeuer war. Er stand dort und prahlte mit seiner Kraft vor den Gestalten, die etwa so groß wie Thor waren. Thor in seiner Eigenschaft, nicht zu wissen, wann man nicht auffallen sollte, trat also an die Riesen heran, um durch den ganzen Saal zu brüllen.
    "Ich bin Thor, Sohn des Odin, Wächter von Donner und Blitz, Beschützer der Schwachen, Krieger für Gerechtigkeit, Träger des mächtigen Hammers Mjölnir, Bezwinger vieler Monster, Bewohner Asgards, Verteidiger Midgards, Eroberer Utgards, Krieger Valhallas, Bezwinger der Riesen, Held der Arbeit, Vorstandsvorsitzender der Krupphammerwerfervereinigung, Großmeister der 12. Ebene bei Dungeon and Dragons, 1. Kaplan der neurömischen Kirche, Bezwinger der Schlei, Schutzherr der Matjesverkäufer, Schutzpatron der Hammerwerfer, Weltmeister im Hammerwurf, Magister für Hammerwerferrologie, Freiherr, Baron Graf von und zu Hammersmark, Mitglied des Ordo Hammertus, Gründer des Bau-dir-deinen-eigenen-Hammer-Clubs, Anteilhaber der größten Thoriummine der Welt...und ich bin hier, um Logi zu finden."
    Ein Riese trat also auf Thor zu.
    "Ich bin Logi. Was willst du hier, du Ase?"
    "Nichts möchte er. Wir wollen nur ein bisschen feiern. Wärst du an einer Wette interessiert?", warf Loki einfach ein, um weitere Dummheiten Thors zu unterbinden.
    Riesen waren dafür bekannt, immer gern zu wetten und während Loki Thor auf eine Bank verfrachtete, begann er protzig zu reden.
    "Ich wette mit euch allen hier, dass ich schneller esse, als der hungrigste Riese unter euch."
    Die Riesen prusteten und lachten über den Zwerg, der mit Thor gekommen war. Loki war tatsächlich kleiner als sie, doch er wusste sie psychisch zu übersteigen.
    "Ich nehme deine Wette an.", meinte Logi dazu.

    Kaum war das geschehen, wurde ein Trog aufgestellt, der gleichermaßen mit Fleisch gefüllt war. Loki und Logi stellten sich jeweils an das eine Ende und begannen gleichzeitig zu essen. Alles ging sehr schnell und noch viel schneller, doch am Ende war Loki als Erster fertig. Fein abgenagt lagen die Knochen seines Fleisches blank im Trog und er stellte sich triumphierend hin.
    "Da seht ihr, dass ich der schnellere Esser bin."
    "Das glaub ich kaum, denn du hast nichtmal aufgegessen."
    Logi war fertig geworden, doch sein gewaltiger Hunger hatte das Fleisch samt Knochen und seinen Teil des Troges verzehrt. Er fühlte sich als Sieger und die Riesen tobten vor Freude.
    "Ich war Erster und du warst Zweiter. Nichts wird sich daran ändern."
    Logi war nicht dafür bekannt, dass er ein guter Verlierer war oder sich verbal zu verteidigen wusste. Er war bekannt für sein Temperament und seine Kampfkunst und so zog er seine Axt, um dem Betrüger den Kopf streitig zu machen. Der Tumult unter den Riesen wurde immer größer und sie alle dürsteten nach des Lokis Blut. Thor, der die ganze Zeit zugesehen hatte, griff nun ein. Von Draußen hörte man viele dumpfe Geräusche und Blitze erhellten den Saal und drangen durch Fenster nach Draußen und als Thor und Loki wieder hinaus getreten waren, war es still im Saal. Viele tote Riesen lagen dort und keiner würde je wieder speisen, trinken und wetten. Und die beiden Asen gingen von Dannen.

    Die Moral von der Geschichte lautet, leg dich nie mit Loki an, wenn du nicht damit leben kannst, von Thor den Schädel eingeschlagen zu bekommen.
    (Die Geschichte ist er Edda entlehnt, in welcher Loki auch ein Wettessen mit dem Riesen Logi eingeht, dieses jedoch verliert. Zudem wurde die Geschichte gekürzt und aus dem größeren Zusammenhang gerissen, damit sie nicht zu lang geraten würde.)

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    BeitragThema: Re: Thor und Loki unterwegs in Utgard   Sa 29 Jan 2011 - 2:49

    Episode 2
    Eine ungewöhnliche Hochzeit

    Es war erneut ruhig und idyllisch in Asgard, als Thor sicher erbarmte, sich der wunderschönen, klaren Nacht ergebend, darüber nachzudenken, dass er sich einen erholsamen und wohl verdienten Schlaf zu gönnen. Er begann damit, die Unendlichkeit der Sterne zu betrachten und endete, sie zu zählen, als er bei einer Zahl jenseits der Kenntlichkeit angekommen war. So legte er sich unter eine gewaltige Eiche und blickte durch deren Blätter und Äste zu den Sternen, bis er eingeschlummert war.

    Die ruhige Nacht wussten auch andere zu nutzen, welche nicht der Gerechtigkeit der Asen unterworfen waren. So gelang es des Nachts dem Eisriesen Thrym, nach Asgard zu gelangen. Auf seinem Weg gelang er auch an Thors Schlafplatz und wie er den Asen ruhig, doch laut schnarchend, besah, erkannte er, um wen es sich handelte. Das Unmenschlichste und Unmöglichste vollbringend, gelang es Thrym, Thor den Hammer Mjölnir zu entwenden. Und so entschwand er zurück in seine Heimat nach Riesenheim gelegen in Utgard.

    Als Thor des Morgens erwachte, bemerkte er schnell das Fehlen des Mjölnirs und brach in unbändige, hilflose Wut aus. Er brüllte umher und entwurzelte die mächtige Eiche mit einem einzigen Handschlag. Thors unbändige Wut zog sogleich die Aufmerksamkeit Odins auf sich und er trat an ihn heran. Thor, der sich langsam beruhigte, erklärte Odin, was geschehen war.
    "Drum werden wir Loki schicken. Er soll in getarnter Gestalt und unmerklich durch das Land der Riesen wandern und deinen Mjölnir finden. Sodass du ihn schnell wieder bekommst."
    "Danke, mein Vater. Mjölnir ist nicht nur mir wichtig, sondern auch dir, da er in den Händen der Riesen nur Ärger bringen wird."
    So kam es, dass Loki heranbeordert wurde und eingeweiht. Dieser sträubte sich zuerst, da der Mjölnir ihm Kopfschmerzen bereitete, doch in den Händen der Riesen wäre dieser sogar noch unerträglicher.
    "Du wirst ihn suchen und finden und dann wirst du ihn zurück holen und mir übergeben, oder ich werde dich mit bloßen Händen in zwei reißen!", drohte Thor Loki und hielt ihn am Kragen weit nach oben.
    Loki war eingeschüchtert und fürchtete die Wut Thors auch ohne dessen Hammer so sehr, dass er sich sogleich auf die Suche machte.

    In Utgard:
    Loki hatte sich aufgemacht und war schon bald in Riesenheim angelangt, um dort den Hammer in den Händen Thryms zu erblicken. So trat er an den Dieb heran und stellte ihn zur Rede.
    "Thrym, ich sehe, du hast den Mjölnir entwendet und Thor der Tobsucht ausgesetzt. Um Deinetwillen, Meinetweillen und dem Wohl aller Riesen, frage ich dich, was denkst du dir dabei?"
    Thrym, der sich zu Recht wunderte, was hier geschah, sah zu Loki und antwortete trotzdem.
    "Ich weiß nicht, was du mit unserem Wohl willst, doch Tatsache ist, dass Thor ohne den Mjölnir keine Riesen mehr töten wird. Und das ist mein Ziel. Zudem kann er Asgard nichtmehr vor den Eisriesen beschützen und so werden wir gewinnen."
    "In Thors Wut ist er unberechnbar und wird nicht davor zurück schrecken, den Riesen mit bloßen Händen das Genick zu brechen. Er wird jegliche Rationalität in den Wind schießen und euch alle vernichten."
    Thrym, der seinen Fehler erkannt hatte, wollt nicht mit leeren Händen dastehen und so brachte er Loki einen Kompromiss entgegen.
    "Ich werde Thor seinen Mjölnir wieder geben, wenn ihr mir die Hand von Freya versprechen könnt."
    Loki nickte ihm zu und war schon bald wieder in Asgard angelangt.

    In Asgard:
    Loki war so schnell er konnte zurück geeilt und stand vor Freya, der Schönsten unter den Schönen, der Göttin der Schönheit, Ehe und Liebe. An Anmut und Attraktivität nicht zu überbieten, jedem männlichen Wesen den Mund wässrig machend, war sie nun erbost, als Loki ihr Thryms Anliegen vortrug. Sie schlug es aus, den Eisriesen zu ehelichen, doch Loki hatte bereits einen neuen Plan.
    "Und wenn wir Thor nun verkleiden würden und ihn als Freya ausgeben würden. Er solle die Braut mimen und ich würde als Brautjungfer auftreten und ihm beistehen."
    "Wenn sie mich erkennen, dann lachen sie mich aus und das könnte ich nie gut heißen egal für welche Angelegenheit."
    "Komm schon Großer. Du möchtest doch deinen Mjölnir wieder haben, oder?"
    Thor ließ sich überreden, obwohl er mürrisch bleibend, schnaufte und sich ständig beschwerte.

    Zurück in Utgard:
    Man konnte nicht behaupten, dass Thor eine zierliche Braut abgab, oder das er auch nur im Geringsten Ähnlichkeit mit Freya hatte. Zudem kündigte sich sein Kommen an. Als Loki und Thor in mehr oder minder erfolgreicher Verkleidung die Veranstaltung zu Ehren der Hochzeit betraten, donnerte der Himmel lauthals. Thor setzte sich neben Thrym, der so gleich versuchte, der Braut einen Kuss zu geben. Er erntete einen stechenden Blick, der hätte töten können und unterließ es.
    "Was ist nur los, mit Freya? So lieblich und schön sieht sie gar nicht aus und sie scheint erzürnt."
    "Ihr Riesen habt bestimmt kein Blick für die Schönheit von den Asen-Göttern und erkennts sie erst später. Und die Braut war sehr lange wach und war aufgeregt, weswegen si jetzt ein wenig mürrisch wirkt.", verteidigte Loki.
    Die restlichen Riesen wurden unruhiger, denn das Gewitter ließ nicht nach. Loki konnte es schlecht erkläen und zudem war er schon überrascht, das niemand Thor erkannte. Seine Verkleidung war miserabel. Bald schon wurde ein Brautschmaus herangebracht und alle aßen. Thor vorran ließ sich in einen Fressrausch verfallen, der sämtlichen, anwesenden Riesen den Hunger verdarb und Thryms Augenmerk erregte.
    "Was ist nur mit meiner Braut? Soll ich als Fürst der Riesen einen Vielfraß unter meine Fittiche nehmen? Erkläre dich sofort!"
    "Es ist nichts Schlimmes. Eure Braut hatte nur eine lange Fastenzeit, bevor sie hier aufgetaucht ist. Sie wollte schön für euch sein und kann sich nun nicht zurück halten."
    Thrym ließ sich abermals besänftigen, war aber trotzdem aufgeregt geworden. Nach langen Festivitäten, war es nun endlich soweit. Thrym nahm den Mjölnir und sah zu seiner vermeindlichen Braut.
    "Nun möchte ich unsere Bindung weihen mit Hilfe dieses Hammers. Drum leg ich meiner Maid diesen Hammer in den Schoß, um ihr meine Liebe zu zeigen."
    Thrym machte hoffnungsvolle Augen und sah dann zu der vermeindlichen Freya, die plötzlich laut auflachte und den Mjölnir ergriff. Loki hielt sich die Hand vor Augen, als er das Knacken von Schädeln hörte. Thrym war der Erste, dem der Mjölnir auf den Schädel sauste und sämtliche Anwesende wurden in grelle Blitze und Hammerschläge gehüllt. Als es zu ende war, war kein Riese mehr am Leben und Loki und Thor machten sich auf den Rückweg nach Asgard.

    Die Moral der Geschichte lautet: Beraube nie den Stärkeren, der seine Macht nie unüberlegt nutzt, denn er wird toben und all seine Moral in den Wind schießen und dann wird er zornesblind seine Macht nutzen und dir den Schädel einschlagen. Oder auf Deutsch: Beraube nie Thor, denn er wird dir den Schädel einschlagen.
    (Die Geschichte ist er Edda entlehnt. Zudem wurde die Geschichte gekürzt und aus dem größeren Zusammenhang gerissen, damit sie nicht zu lang geraten würde. Außerdem wurden von mir Abänderungen und Ergänzungen vorgenommen, um sie den Ansprüchen einer richtigen Kurzgeschichte entsprechend zu gestalten.)
    (Ich distanziere mich davon, dass jemand Thors Hammer heben konnte. In der Edda steht, dass niemand außer Thor, den Hammer heben kann, doch auch dort ist festgehalten, dass mindestens 2 Andere den Hammer Mjölnir gehoben haben. Einer ist Thrym und der andere ist der Zwerg, der den Mjönir geschmiedet hat. Nur zur Info.)

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    BeitragThema: Re: Thor und Loki unterwegs in Utgard   Sa 29 Jan 2011 - 6:32

    Episode 3
    Die Befestigung Asgards oder Wie Odin das schnellste Pferd der Welt erlangte

    Es war ein stürmischer Tag, der allen das Nötigste abverlangte. Die noch junge Welt tobte und ward lebensfeindlich gegenüber allen, die schwach waren. Allen vorran die Riesen zeigten ihre Zähigkeit und ihren Mut. Odin, Göttervater, Weiser und Seher wusste von dieser Begebenheit. Die Abenteuer Thors und Lokis hatten ihm gezeigt, wie einfach ein Riese in Asgard eindringen konnte und so entschied er sich, im Falle Ragnaröks eine starke, uneinnehmbare, riesige Mauer um Asgard zu besitzen, die es den Riesen unmöglich machen würde, Asgard einzunehmen. Sowohl Asen als auch Wanen, das ältere der beiden Göttergeschlechter, waren sich in der Hinsicht einig.

    So kam es dazu, dass zufällig ein Baumeister namens Hrimthurs nach Asgard kam. Er war groß, doch nicht sehr auffällig und hatte einen Hengst dabei, dessen Name lautete Svadilfari. Beide traten an Odin herran und baten ihm etwas an.
    "Ich hörte, dass die Asen einen Baumeister suchen, der eine große, gewaltige Mauer um Asgard bauen soll. Ich würde mich anbieten, da ich auf dem Gebiet ein Meister bin."
    "Du kommst gelegen. Wie ist dein Name und welche Bezahlung verlangst du für deine Arbeit?", fragte Odin.
    "Ich heiße Hrimthurs und bin Baumeister. Ich kann versprechen, die Mauer schon in drei Jahreszahlen fertig zu stellen. Dafür verlange ich nicht weniger als die Hand Freyas zur Heirat, den Mond und die Sonne."
    Da verstummte Odin vorerst und zog sich mit den anderen Asen zurück, um die Sache zu besprechen. Innerlich tobte er, denn nie sollte jemand Freya bekommen, nichtmal so ein Dahergelaufener. Außerdem konnte er schlecht den Mond und die Sonne haben, also entschied sich Odin zu einer List.
    "Ich mache dir ein Gegenangebot. Du wirst die Mauer in einer Jahreszeit bauen und dir dadurch deine Bezahlung redlich verdienen. Du darfst zudem keine zusätzlichen Männer zur Hilfe nutzen und wirst dann am ersten Sommertag auf deine Fertigstellung kontrolliert. Solltest du den Zeitrahmen nicht einhalten, so wird die Bezahlung genauso deine Strafe sein, denn du wirst uns deine Arbeit geschenkt haben."
    "Ich nehme diese Bedingung an, möchte aber noch um Eines bitten. Gestattet mir wenigstens meinen Hengst Svadilfari als Helfer zu nutzen. Er soll die Steine für die Mauer transportieren."
    Odin sah sich um und beriet erneut mit den anderen Asen. Er war sich nicht sicher, wie sich der Hengst in dieser Hinsicht auf die Bedingung auswirkte und wollte schon ablehnen, als Loki dazu kam.
    "Ihr dürft ihn nicht wegschicken. Er ist tatsächlich sehr berühmt wegen seiner Baukunst und wir brauchen den Schutz gegen die Riesen dringend und das lieber früher als später.", flüsterte Loki Odin zu.
    Odin war überzeugt und stimmte dem Vorschlag zu, dass der Baumeister seinen Hengst zur Hilfe nehmen durfte. So wurden Verträge ausgerollt und Versprechungen gemacht. Thor wurde dazugeholt, um als Zeuge des Vertrages und der Bedingungen zu dienen. Sein äußerst gerechter Ruf hatte dafür gesorgt.

    Am ersten Tag des Winters begann also die Arbeit des Baumeisters und die Asen beobachteten ihn. Bis tief in die Nacht schleppte er die Steine mit seinem Hengst und bis zum Tag, stellte er diese an ihren vorbestimmten Platz. Bis zum Ende des Winters hatten die Mauern unbezwingliche Dimensionen angenommen. Thor und Loki wurden ausgeschickt, herauszufinden, was es mit diesem mysteriösen Baumeister auf sich hatte. Als sie nach wenig Zeit zurückkamen, war kein Zweifel daran, dass Hrimthurs ein Riese sein musste.

    Drei Tage vor dem Anfang des Sommers trafen sich die Asen unter Odin in einem Versammlungssaal, um über den Bau der Befestigung zu diskutieren. Sie alle waren sich sicher, dass niemand anderes als ein Riese die Arbeit so schnell zu Ende bringen konnte, da nun nurnoch der Torbogen nach Asgard fertig gestellt werden musste.
    "Niemand von uns könnte damit leben, dass ein Riese die Hand Freyas bekommt und noch dazu den Mond und die Sonne. Etwas muss geschehen. Und ich weiß, wer daran Schuld ist, dass wir in dieser Situation sind."
    Odin samt aller Anwesenden sahen zu Loki.
    "Loki ist Schuld. Du allein hast uns in diese Entscheidung gelenkt und ich sage dir, wenn du dem Erbauer nicht die Bezahlung abluchst mit irgendeinem Plan, dann wirst du dafür bezahlen mit einem schrecklichen und grausamen Tod."
    Loki machte sich auf, seinen Plan durchzusetzen und den Baumeister Hrimthurs vom Gelingen seines Bauprozesses abzuhalten. Um das zu erreichen, verwandelte sich Loki in eine Stute und zeigte sich Svadilfari. Dieser sah die Stute, riss sich los und folgte der Stute in den Wald. Und der Baumeister folgte beiden. Eine Nacht lang hetzten sie umher. Am nächsten Tag wurde dadurch nicht viel Arbeit getan. Der Baumeister erkannte das und verfiel in eine Raserei, in der er die Asen beleidigte und beschimpfte. Diese erkannten dadurch erst Recht, dass der Baumeister ein Riese in Verkleidung war. Sie wiederriefen ihre Eide und Verträge und wiesen Thor an, den Baumeister auszuzahlen. Anstelle von Freya, Mond und Sonne bekam Hrimthurs einen Schlag mit dem Mjölnir auf den Schädel.

    Loki wurde erst nach Monaten wieder gesehen. Sein Abenteuer mit dem Hengst hatte ihm die Geburt eines Fohlens beschert. Er führte das Fohlen nach Asgard. Es war grau und achtbeinig und wurde Sleipnir genannt. Es war das beste Pferd unter Göttern und Menschen und Loki schenkte es Odin, welcher zu Ragnarök auf selbigem reiten wird.

    Die Moral bleibt die Gleiche. Die Moral von der Geschicht, man hat nen Hammer oder nicht.
    (Die Geschichte ist der Edda entlehnt, wurde von mir aber wieder nach meinem Gutdünken, verändert, gekürzt und um Einiges erweitert.)

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    BeitragThema: Re: Thor und Loki unterwegs in Utgard   Di 1 Feb 2011 - 13:27

    Episode 4
    Die drei unlösbaren Aufgaben für Thor

    Einen Tag waren Thor und Loki erneut unterwegs nach Utgard. Sie hatten kein spezifisches Ziel, sondern suchten nur ein Abenteuer. Und ein solches sollten sie auch bald finden. Während sie durch die Wiesen Asgards liefen, kamen sie schon bald an ein Meer, das sie von Utgard trennte. Sie nahmen sich ein Boot und segelten hinüber und es wurde bereits langsam Abend. Loki, der sonst immer auf seine Sicherheit bedacht war, wies Thor doch darauf hin, das sie schnellst möglich vom Meer an Land kommen sollten, denn bei Nacht war das Segeln nicht unedingt Erfolg versprechend.
    So kamen sie am anderen Ufer an und waren nun in Utgard. Das Land der Riesen wirkte einladend, schien seinen schlechten Ruf aber nie loswerden zu können. Niemand vermochte zu sagen, wieviele Riesen hier lebten, die nach dem Blut der Asen trachteten. Bald schon hatten sie einen Wald erreicht und liefen immer weiter, während die Nacht hereinbrach, nach einem Nachtlager suchend. Irgendwann fanden sie ganz einsam im Wald eine Hütte, deren Türen so breit waren, wie die gesamte Hütte selbst. Dort nächtigten sie und schlossen selbige Türen.
    Während der Nacht aber gab es ein gewaltiges Erdbeben und die Hütte schwankte und schaukelte stark. Da erwachte Thor und rief Loki, der sich durch die Dunkelheit tastete und irgendwann einen Seitenraum fand, indem er sich versteckte. Thor aber hielt den Griff des Mjölnirs mit starker Hand und setzte sich an die Tür, um sich zu verteidigen vor dem, der das verursachte. Das Schaukeln ließ nach und von Draußen kam ein lauter Krach und viel Getöse. Thor blieb die ganze Nacht wach und wartete, doch dann übermannte ihn die Müdigkeit.
    Am nächsten Tag, ging Thor nach draußen und sah nicht weit entfernt einen Mann im Gras liegen, der schnarchte sehr laut und war nicht gerade klein. Da verstand Thor, was den Krach in der Nacht zuvor verursacht hatte. Da nahm Thor den Mjölnir und hatte vor, den großen Mann, den er für einen Riesen hielt, zu erschlagen. Da stand der große Mann plötzlich auf und streckte sich derart, dass Thor den Hammer zurück nahm. Der Mann war schnell aufgestanden und sah zu Thor.
    "Wer seid ihr, dass ihr ein solches Getöse von euch gebt?", fragte Thor höflichst.
    "Ich bin Skrymir. Aber ich muss nicht fragen, wer du bist, denn jeder kennt den Asen Thor ganz genau. Aber sag mir, warum hast du meinen Handschuh bewegt?", fragte Skrymir und beugte sich hinüber, seinen Handschuh aufzuheben.
    Da drehte Thor sich um und erkannte, dass die Hütte der Handschuh von Skrymir gewesen war und der Nebenraum war für den Daumen gewesen. Kurz darauf fragte Skymir, ob er mit den beiden Asen mitreisen dürfte, wohin die Reise auch führen würde und Thor stimmte zu. Da nahm Skymir seinen Vorratsbeutel und öffnete ihn und forderte die anderen zum Frühstück auf. Als sie gegessen hatten, fragte er, ob sie denn nicht ihre Vorräte auch in seinen Beutel täten, da er es tragen würde und sie taten dies auch. So liefen sie den Tag hindurch und Skymir machte nicht gerade kleine Schritte. Er suchte der Gruppe auch ein Nachtlager am Abend, welches unter einem großen Eichenbaum gelegen war. Skymir ging dann zu Thor.
    "Ich bin recht müde und werde darum schon schlafen gehen, aber ich lege das Vorratsbündel hier hin, damit ihr euch zu Essen nehmen könnt und Abendessen bereiten könnt."
    Dann legte sich Skymir hin und schlief ein, um wieder lauthals zu schnarchen. In den umliegenden Wäldern flohen die Vögel. So versuchte Thor den Knoten an dem riesigen Vorratsbeutel zu öffnen und das Unvorstellbare geschah. Er vermochte es nicht, den Knoten zu lösen, sondern ihn nur zu lockern. Und als Thor merkte, dass alle Anstrengung vergebens sein würden, da wurde er wütend un griff seinen Mjölnir im Zorn und schlug Skymir auf den Kopf. Da erwachte Skymir und Thor nahm den Mjölnir zurück.
    "Ist mir etwa ein Laubblatt auf den Kopf gefallen?...Habt ihr schon gegessen und seit bereit, schlafen zu gehen?"
    "Ja, wir werden nun schlafen gehen und werden dir den Platz unter der Eiche hier nicht wegnehmen wollen, also schlafen wir unter der dort drüben."
    Mitten in der Nacht, als Skymir tief und fest schlief und sein Schnarchen ein gewaltiges Donnern annahm, da stand Thor auf und machte sich auf, dem Mann den Schicksalsschlag zu versetzen. Er schwang den Mjölnir schnell und präzise und traf den Scheitel des Skymir auf das der Hammer tief einsank. Da wachte selbiger auf und sah verwundert auf.
    "Was ist los? Ist mir eine Eichel auf den Kopf gefallen? Thor, was ist mir dir?"
    "Nichts, ich bin gerade aufgewacht und es ist mitten in der Nacht. Ich glaube, es wäre besser, wir würden jetzt weiter schlafen."
    Thor lag sich wieder hin, doch diesmal blieb er wach. Er schwor sich, dass der dritte Hieb auch der letzte sein würde. Und so wachte er und horchte, dass Skymir wieder fest eingeschlafen war. Kurz vor Anbeginn des Morgens war es dann soweit. Thor stand auf und schwang den Mjölnir mit voller Kraft und traf die Schläfe, sodass der Hammer bis zum Schaft einsank und Skymir erwachte abermals. Da erwachte Skymir und strich sich über die Schläfe.
    "Sag mal, Thor, sitzen im Baum über mir irgendwelche Vögel? Mir war so, als hätte ich einen Zweig auf den Kopf bekommen. Thor, du bist schon wach? Es wird Zeit sein, aufzustehen und sich anzuziehen. Aber ihr habt jetzt keinen langen Weg mehr bis zu einer Burg, die Utgard genannt wird. Ich habe gehört, wie ihr unter euch geflüstert habt, daß ich kein kleinwüchsiger Mann sei, aber ihr werdet dort größere Leute sehen, wenn ihr nach Utgard kommt. Jetzt werde ich euch einen guten Rat geben: Seid nicht angeberisch, denn die Gefolgsleute des Fürsten von Utgard dulden das nicht. Oder kehrt gleich um...ich glaube, dass wäre besser für euch. Aber falls ihr weitergehen wollt, wendet euch nach Osten, aber ich muß jetzt nach Norden, zu dem Gebirge, das ihr dort sehen könnt."
    Skymir nahm sein Bündel und verschand in Richtung des Gebirges, auf das er gezeigt hatte. Der Fürst der Burg war Utgard-Loki, welcher sich so nannte, weil er ein mächtiger Schamane, Meister der magischen Künste und Besitzer großer, dämonischer Kraft war. Thor und Loki gingen weiter und bis Ende des Mittags hatten sie die Burg erreicht und waren durch eine List in sie hinein gekommen. Und dort kamen sie in eine Halle, in der viele große Männer saßen, speisten, tranken und sich amüsierten.
    Irgendwann kam dann Utgard-Loki dazu, der die asen erst nach einer Weile bemerkte und sie dann breit grinsend ansprach.
    "Was führt euch denn so spät hier her? Wenn das nicht Thor ist der Ase. Du wirst schon kräftiger sein, als du aussieht. Ich will nicht zu viel von dir erwartet haben, wenn deine Taten so hoch gelobt werden...hier soll nämlich keiner herein, der nicht eine Kunst oder Fähigkeit besser als die meisten Leute beherrscht."
    "Ich könnte beweisen, dass ich ein hervorragender Trinker bin.", prahlte Thor und Utgard-Loki schlug ein.
    Da wurde von einem Diener ein Horn heran geschafft, aus dem auch die restlichen Gefolgsleute Utgard-Lokis für gewöhnlich tranken. Und man gab es Thor in die Hand.
    "Bei diesem Horn gilt als gut getrunken, wenn man es in einem Zug leert. Manche leeren es in zwei, aber keiner ist so ein schlechter Trinker, dass er es nicht in dreien leert.", meinte Utgard-Loki.
    Thor besah sich das Horn. Es war nicht besonders groß oder lang und zudem hatte er großen Durst, also sollte das kein Problem werden. Thor nahm einen großen Zug und glaubte, nicht noch einen Schluck zu brauchen. da setzte er ab und sah, wieviel er getrunken hatte. Es kam ihm vor, als hätte sich das Horn kaum geleert. Utgard-Loki bemerkte, dass gut getrunken wurde, aber nicht sehr viel und das er den Mythos des Thors nicht ins Wanken bringen wolle. Also bedachte er, dass Thor das Horn mit dem zweiten Schluck leeren würde. Thor antwortete nicht, sondern setzte erneut an. Er trank mit voller Kraft, bis er Luft holen musste und setzte ab. Es schien, als hätte er das Horn noch weniger geleert als bei dem Mal zuvor. Leicht betrübt sah Thor drein, da meinte Utgard-Loki, er würde kaum als der Mann gelten, den die Sagen rühmten, wenn er nichtmal ds Horn leeren konnte. Da wurde Thor überaus wütend und trank mit noch größerer Kraft, doch als er abgesetzt hatte, war das Horn immernoch nicht geleert und er gab es weiter. Er mochte nichtmehr trinken.
    "Jetzt ist offensichtlich, dass deine Kraft nicht so groß ist, wie wir alle dachten. Möchtest du es vielleicht mit Kraftproben versuchen? Die jungen Burschen bei uns, tun etwas, dass dir bestimmt kein Problem bereiten wird. Sie heben meine Katze hoch, aber du hast bis jetzt auch weniger vollbracht, als wir erwartet hätten."
    Da ging Thor wütend zu der Katze und lies seine Hände um sie greifen. Und da hob er sie mi aller Kraft und sie machte einen Buckel, sodass Thor sie nur mit einer Pfote vom Boden zu trennen vermochte. Egal, wie oft er es versuchte und wie stark er zog und drückte, die Katze wollte nicht mehr als eine Pfote vom Boden heben. Und da ließ er es enttäuscht. Da waren auch die großen Männer enttäuscht, sich so getäuscht zu haben. Und Utgardloki bot ihm die nächste Probe an.
    "Ich bin jetzt wütend und möchte mit jemandem ringen, um euch zu zeigen, dass ich an Kraft nicht wenig habe."
    "Schauen wir erst einmal. Man rufe die Alte hierher, meine Ziehmutter Elli, und Thor soll mit ihr ringen, wenn er will. Sie hat Männer gefällt, die mir nicht schwächer als Thor vorkamen."
    So kam die Alte in die Halle und solte mit Thor ringen. Je härter Thor jedoch zupackte, desto fester stand sie. Der Kampf war hart aber nicht lang. Dann fiel Thor mit einem Knie auf den Boden und hatte verloren. Es war inzwischen Nacht geworden und Thor und Loki wurde ein Platz für die Nacht angeboten.

    Am nächsten Tag wurde ihnen Frühstück angeboten, bevor sie gangen und Utgard-Loki folgte ihnen nach Draußen und führte sie von der Burg weg.
    "Wie hat euch eure Reise gefallen? Habt ihr einen mächtigeren Mann als Thor gefunden? Und seid ihr zufrieden mit den Ergebnissen?"
    "Ihr werdet mich unbedeutend nennen und das gefällt mir gar nicht..."
    Da sprach Utgard-Loki ganz ruhig zu Thor.
    "Jetzt, wo du aus der Burg herausgekommen bist, werde ich dir die Wahrheit sagen: Falls ich lebe und darüber bestimmen kann, wirst du nie wieder in sie hinein kommen. Und du kannst mir glauben, dass du nie in sie hineingekommen wärst, wenn ich zuvor gewusst hätte, dass du über so große Kraft verfügst. Beinahe hättest du uns in eine sehr gefährliche Situation gebracht. Ich habe dir Sinnestäuschungen bereitet. Als ich zuallererst im Wald zu euch kam und du den Proviantbeutel aufschnüren solltest, da hatte ich ihn mit Eisen zugebunden, und du fandest nicht heraus, wo du ihn hättest öffnen können. Als nächstes verpasstest du mir drei Schläge mit dem Hammer, wovon der erste am schwächsten war, aber doch so stark, dass er zu meinem Tod geführt hätte, wenn er mich getroffen hätte. Bei meiner Halle hast du ein Gebirge gesehen, in dem oben drei vierkantige Täler waren, eines davon am tiefsten. Das waren deine Hammerspuren. Ich habe das Gebirge vor die Hiebe geschoben, aber das hast du nicht gesehen."
    Er holte tief Luft, um fortzufahren.
    "Du trankst aus dem Horn, das sich dir nur langsam zu leeren schien. Aber du kannst mir glauben, dass das ein Wunder war, von dem ich nicht geglaubt hätte, dass es geschehen könnte. Das andere Ende des Horns war draußen im Meer, aber das sahst du nicht. Wenn du jetzt zum Meer kommst, wirst du sehen, wie du es durch dein Trinken verringert hast. Es erschien mir nicht weniger bedeutend, als du die Katze hoch gehoben hast. Diese Katze war nicht das, was sie zu sein schien. Es war die Midgardschlange, die um alle Länder herum liegt. Diese Strecke reicht ihr kaum aus, damit Schwanz und Kopf die Erde berühren. Du hast die Hände so weit nach oben gestreckt, dass sie nur ein kurzes Stück vom Himmel entfernt waren. Auch war es beim Ringen ein großes Wunder, dass du so lange stehen geblieben bist und nur mit einem Bein aufs Knie fielst, als du mit Elli gerungen hast. Denn es hat nie jemanden gegeben und wird nie jemanden geben, bei dem das Alter wartet, bis er so alt wird, dass das Alter nicht kommt und ihn zu Fall bringt. Und jetzt stimmt es, daß wir uns trennen werden, und es wird für uns beide besser sein, wenn wir uns nicht wieder sehen. Ich werde auch beim zweiten Mal meine Burg mit solchen und anderen Illusionen verteidigen, damit ihr keine Gewalt über mich bekommen werdet."
    Da wurde Thor zornig und schwang seinen Mjölnir, doch als er nach Utgard.loki schlagen wollte, da war dieser verschwunden. und als er sich zur Burg drehte und diese vernichten wollte, da war nur eine weite Ebene zu sehen und keine Burg. Er wandte sich ab und Thor und Loki gingen ihres Weges.

    Und die Moral von der Geschichte: Auch Thor kann nicht immer den Leuten den Schädel einschlagen und blinde Wut bringt gar nichts. (Die Geschichte ist wieder der Edda entlehnt. Für genauere Informationen suche man einfach nur nach Utgard-Loki. Dort erkennt man auch, dass ich so einiges ausgelassen habe und das die Begebenheit in Episode 1 eigentlich zu dieser Geschichte gehören sollte. Ich habe wie gesagt wieder gekürzt, umgeschrieben und einige Dialoge dazu genommen.)

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